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Kleintierpraxis
Doris Lüßen

Oberhausen - Königshardt


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Besondere Pflege für ältere Hunde

Ältere Hunde haben besondere Bedürfnisse. Ihr Körper arbeitet zunehmend langsamer, und die ersten Verschleißerscheinungen treten auf.
Die Lebenserwartung von Hunden ist sehr unterschiedlich, was zum Beispiel mit der jeweiligen Rasse und Körpergröße zusammenhängt. Die richtige Pflege, Ernährung und Vorsorgeuntersuchungen können sehr viel dazu beitragen, Ihren Hund zu einem aktiven Begleiter mit hoher Lebenserwartung zu machen.
Weil Sie jeden Tag mit Ihrem Hund verbringen, werden Sie den allmählichen Alterungsprozess an ihm womöglich gar nicht bemerken. Mit ungefähr sechs oder sieben Jahren werden sich erste Alterserscheinungen bemerkbar machen. Für große Rassen sind 8 Jahre schon ein beachtliches Alter. Terrier und viele Mischlinge können dagegen 15 Jahre und älter werden.

Im Folgenden finden Sie ein paar Tipps, wie Sie für Ihren älteren Hund das Altern angenehmer machen können.

Bewegung

Ebenso wie ihre Besitzer werden auch viele Hunde im Alter träge. Während sie vielleicht in ihrer Jugend noch freudig voraus rannten, laufen sie jetzt in aller Ruhe an Ihrer Seite. Außerdem wird ein alter Hund schneller müde. Seine Gelenke werden steif, und er spürt unter Umständen dieselben Muskelschmerzen wie ältere Menschen.
Sicherheitshalber sollten Sie das Herz Ihres Hundes beim Tierarzt überprüfen lassen. Obwohl Ihr Hund nicht mehr ganz so aktiv ist, ist ein angemessener Auslauf dennoch gut für ihn. So wird sein Kreislauf in Schwung gehalten, seine Gelenke bleiben in Bewegung, und er bekommt jede Menge frische Luft.
Unternehmen Sie mit Ihrem Hund kürzere, dafür aber häufigere Spaziergänge. Achten Sie darauf, dass er sich nicht zu sehr verausgabt. Wenn es regnet oder schneit, trocknen Sie ihn nach Ihrer Rückkehr zu Hause gründlich ab. Wenn der Boden vereist ist bzw. Salz oder Split gestreut wurde, reinigen und trocknen Sie seine Pfoten. So vermeiden Sie Reizungen.

Fell- und Körperpflege

Legen Sie bei älteren Hunden gesteigerten Wert auf die Fellpflege. Beim regelmäßigen Bürsten können Sie Auffälligkeiten wie Haarausfall, Wunden, Reizungen oder Anzeichen von Floh- oder Parasitenbefall erkennen. Außerdem können Sie den Körper Ihres Hundes auf Geschwüre und Hautprobleme untersuchen.
Viele Hunde im fortgeschrittenen Alter leiden an Warzen und gutartigen Fettgeschwülsten. Sie sollten bei allen ungewöhnlichen Schwellungen (besonders dann, wenn diese sich verändern) den Tierarzt aufsuchen.
Untersuchen Sie regelmäßig die Krallen Ihres Hundes. Achten Sie dabei besonders auf die sogenannten Wolfskrallen oder Afterkrallen. Sie können Ihrem Hund die Krallen selbst schneiden. Sollten Sie allerdings mit diesem Vorgang nicht vertraut sein, überlassen Sie es lieber dem Tierarzt.
Von Zeit zu Zeit sollten Sie sich den Rachen und die Zähne Ihres Hundes ansehen. Zahnstein in Form von braunen Ablagerungen führt nicht nur zu schlechtem Atem, sondern auch zu Zahnfleischerkrankungen und -infektionen, die meist den Verlust der Zähne zur Folge haben. Der Tierarzt kann Zahnstein und auch lockere Zähne entfernen, wofür allerdings im Allgemeinen eine Kurznarkose notwendig ist. Um Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen, sind verschiedene Kauartikel oder Spezialfutter erhältlich, die die Bildung von Zahnbelägen erschweren. Zusätzlich können Sie regelmäßig seine Zähne putzen. Hierfür gibt es spezielle Hundezahnbürsten und Hundezahnpasta.

Wie ernähre ich meinen älteren Hund?

Da Ihr Hund mit zunehmendem Alter auch träger wird, verbraucht er weniger Energie. Damit er dennoch sein optimales Gewicht hält, werden Sie möglicherweise seine Futtermenge reduzieren müssen. Dies ist wichtig, da Fettleibigkeit bei älteren Hunden Herz und Lungen sowie Muskeln und Gelenke stark belastet. Fettleibige Hunde haben dadurch eine niedrigere Lebenserwartung.

Regelmäßige Tierarztbesuche

Jährliche Wiederholungsimpfungen sind für ältere Hunde ebenso wichtig wie für jüngere. Denken Sie daran, dass ältere Tiere oft über weniger Abwehrkräfte verfügen und deshalb z.B mit Entzündungen schwerer fertig werden.
Die Impftermine sind eine gute Gelegenheit, um Ihren Hund vom Tierarzt untersuchen zu lassen. Bei einigen Hunden empfiehlt der Tierarzt möglicherweise auch häufigere Termine. Bei diesen Routine-Untersuchungen überprüft er die Gesundheit wichtiger Organe wie Haut, Herz, Leber und Nieren. Außerdem tastet er Ihren Vierbeiner auf ungewöhnliche Schwellungen ab und kontrolliert Zähne und Zahnfleisch.
Einige Erkrankungen, wie z.B. Nierenkrankheiten, können durch eine Blutprobe erkannt werden, bevor das Tier irgendwelche klinischen Anzeichen der Krankheit entwickelt hat. So kann der Ausbruch der Krankheit zumindest gemildert oder auch ganz verhindert werden.
Auch Urin- oder Kotproben können wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners geben. Am besten bringen Sie eine Urin- oder Kotprobe zum Impftermin bzw. Gesundheitscheck mit.
Den Tierarztbesuch sollten Sie nutzen, um Ihren Hund wiegen zu lassen. Bei älteren Hunden ist es besonders wichtig zu überprüfen, ob das Gewicht im Normalbereich liegt. Denn Ihr Hund wird mit zunehmendem Alter träger und benötigt dann weniger Kalorien. Zur Umstellung des Speiseplans lassen Sie sich am besten von Ihrer Tierarztpraxis beraten.
Kann Ihr Hund seine Blasen- und Darmfunktionen nicht mehr richtig kontrollieren, sollten Sie schnell einen Tierarzt aufsuchen. Oft wird das Problem durch Erkrankungen verursacht, die zu behandeln sind. Manchmal sind allerdings auch die Nerven, die diese Körperfunktionen kontrollieren, beeinträchtigt. In solchen Fällen ist die Behandlung sehr kompliziert und leider nicht immer erfolgreich.

Sollten Sie Fragen zu altersbedingten Veränderungen Ihres Hundes haben, wenden Sie sich an unser Team.